19. September 2013

Christoph Zachariaes Ödland-Reihe



Seit dem ersten Band der Ödland-Romanreihe arbeiten wir für Christoph Zachariae als Cover-Illustratoren. Wir haben mit dem Regisseur und Autor gesprochen und ihn ein wenig über seine Arbeit ausgefragt.

Colin Winkler, MOMMONO: Du bist Filmemacher und Schriftsteller. Wie kam's zu Deiner Berufswahl?
Christoph Zachariae: Das sind natürlich keine echten „Berufe“, für die man eine Ausbildung beginnen kann und dann ist man in den Bestsellerlisten, oder dreht in Hollywood. Es gibt zwar in Deutschland diverse Ausbildungsstätten, die genau das behaupten, doch ob du an der Filmakademie studiert hast, oder nicht, am Ende stehst du vor der gleichen Situation: Wer Filmemacher oder Schriftsteller sein will, muss sich zuerst einen „Namen“ machen. Das ist hartes Brot und es kann klappen oder eben auch nicht. Beides ist also eher ein Fluch, als ein Beruf. Das muss man wissen, bevor man sich dafür entscheidet. Ich würde also nicht sagen, dass ich diese Berufe gewählt habe. Ich versuche Filme zu machen und ich versuche Bücher zu schreiben. Mehr kann ich für mich im Moment noch nicht in Anspruch nehmen.

CW: Wenn man die eigentliche Produktion eines Films außer Acht lässt, was unterscheidet für Dich die Arbeit an einem Roman und das Schreiben für ein Filmprojekt?
CZ: Das Schöne am Roman ist, dass weniger Leute involviert sind. Die Geschichten können direkter erzählt werden und dadurch echter und ehrlicher sein. Für einen Film muss Authentizität aufwendig hergestellt werden, weil sie im deutschen Fernsehen immer massenkompatibel sein muss. Die „Authentizität“ deutscher Redakteure ist hochgradig artifiziell. Es gibt beim Roman außerdem keine riesigen Geldsummen, die auf dem Spiel stehen. Wenn man ein Drehbuch für einen Film schreibt, reden immer sofort auch Produktionsleiter, Controller und die Markforschung mit. All diese Leute haben ihre eigene Agenda und ihre eigene Vision, die sich in den seltensten Fällen mit der der Kreativen deckt. Kurz gesagt: Geld, das man im deutschen Fernsehen als Autor verdient, ist Schmerzensgeld. Sobald man als Drehbuchautor in den Verdacht gerät Spaß zu empfinden, gibt es kein Geld mehr und die Förderung sagt ab.

CW: Wie gehst Du an ein neue Projekt heran?
CZ: Eine neue Idee schreibe ich sofort auf, am besten gleich in längerer Form, als Exposé. Dann lasse ich sie liegen und sehe, ob sie sich durchsetzt. Wenn sie mir irgendwann wieder einfällt und ich sie immer noch gut finde, war es eine gute Idee. Ich überlege mir inzwischen sehr genau, ob ich Zeit in die Entwicklung stecken möchte, denn es dauert lang bis ein Stoff reif ist. Unter Umständen können Jahre vergehen. Und wenn man sich schließlich entscheidet, muss man das Projekt mit voller Energie vorantreiben. Diese Energie muss viele Jahre halten und darf nicht versiegen. Es geht nur ganz oder gar nicht. Wenn man nicht 100%ig überzeugt ist, sollte man ein Projekt nicht angehen.

CW: Wie entstand die Idee zu ÖDLAND? Ging alles Schlag auf Schlag oder spukte Dir die Idee schon über längere Zeit durch den Kopf, bevor Du das Projekt in Angriff nahmst?
CZ: Die Idee, eine junge Frau durchquert im Liegefahrrad eine verwüstete, feindliche Umgebung, ist uralt. Eine meiner ältesten Ideen. 1999 habe ich an der Filmakademie einen Kurzfilm gedreht, der DIE ÜBERLEBENDE hieß (www.youtube.com/zachariae/ueberlebende). Schon damals wollte ich unbedingt eine Endzeit-Geschichte erzählen. Das Liegefahrrad war nicht möglich, deshalb fährt die Hauptfigur noch im Geländewagen durch die Wüste. Auch die Geschichte ist anders, doch ’Die Überlebende’ ist eindeutig eine direkte Vorfahrin von ÖDLAND. Man kann also nicht sagen, dass es Schlag auf Schlag ging. Es dauerte viele Jahre. Ideen entwickeln und verändern sich. Im Fall von ÖDLAND hat sich das Warten jedoch gelohnt. Ich weiß, dass ich diese Geschichte 1999 noch nicht hätte erzählen können. Erst mit ÖDLAND hat sie die Reife erreicht, die sie brauchte.

CW: Die dystopische Welt in ÖDLAND wirkt sehr authentisch. Recherchierst Du viel für Deine Arbeiten?
CZ: Für ÖDLAND habe ich zwei Jahre lang alles über die Zeit des 30-jährigen Krieges gesammelt. Ich war in Ausstellungen und hab mir die historischen Orte angesehen. Es gibt nur wenige Berichte von Söldnern aus dem 30-jährigen Krieg, wie der von Peter Hagendorf. Man muss zwischen den Zeilen lesen, dann ist er sehr aufschlussreich. Die Figur Hagen hat ihren Namen daher. Mich faszinierte die „verbrannte Erde“, (der Begriff hat seinen Ursprung im 30-jährigen Krieg) mit der die Truppen sich am Ende selbst am meisten schadeten, die unbeschreibliche Verrohung der Söldnerheere, die Seuchen und die Hungersnöte, die ganze Landstriche entvölkerten und Menschen in den Kannibalismus trieben, die unterirdischen Verstecke, in denen Bauern zu überleben versuchten. Der 30-jährige Krieg war so etwas wie eine europäische Endzeit.
Recherche ist aber immer nur ein Teil der Arbeit. Häufig lese ich Passagen in Romanen in denen Fakten aneinandergereiht werden. Das ist möglicherweise korrekt, liest sich aber belehrend und langweilig. Wichtiger als historische Korrektheit ist die „gefühlte Wahrheit“. Das Beschriebene muss sich echt anfühlen und im Rahmen der Geschichte möglich sein. Als Autor definiert man die Grenzen seiner fiktionalen Realität und muss sich innerhalb dieser Grenzen bewegen. An historischen Romanen und Filmen wird gern kritisiert: „So haben die damals doch gar nicht gesprochen.“ Wenn man Figuren in einem Film, der z.B. im Mittelalter angesiedelt ist, authentisch reden lassen würde, würden wir kein Wort verstehen. Das heißt, wir haben es immer mit einer Form von Anpassungen und Übersetzung zu tun. Recherche ist wichtig. Doch man sollte sie als Inspirationsquelle verstehen, nicht als Gesetzbuch.

CW:Was würdest Du sagen: Bist Du jemand der einfach drauflos schreibt oder planst und plottest Du im großen Umfang?
CZ: Ich plane und plotte so viel und so genau wie möglich. Aber man weicht hinterher oft genug von seinen Planungen ab, macht Exkursionen ins ÖDLAND und überrascht sich selbst. Man kann sich nie 100%ig an seine Planungen halten, weil man dabei immer irgendein Detail übersieht, die Charaktereigenschaft einer Figur unterschätzt, merkt, dass eine Szene doch nicht so stark ist, wie man sich das vorher gedacht oder gewünscht hat, usw. Dann muss man Anpassungen vornehmen. Ich versuche jedoch immer zu meinen Storylines zurückzukehren, denn im luftleeren Raum kann ich nicht überleben. Nur Genies wie Stephen King können einfach drauflos schreiben und kommen trotzdem zu einem befriedigenden Ende.

CW:ÖDLAND wird voraussichtlich vier Bände umfassen und Teil 2 steht kurz vor seiner Veröffentlichung. War es eine besondere Herausforderung ein so großes Projekt zu planen?
CZ: Man muss gewillt sein, sich über Jahre hinweg intensiv mit der Welt zu beschäftigen, in der die Geschichte spielt. Mega, Hagen und Stellgar sind das Erste, was mir morgens einfällt und das, worüber ich vor dem Einschlafen nachdenke. Tag für Tag, Jahr für Jahr. Und ÖDLAND ist kein Ponyhof. Es ist trist, einsam und sehr traurig. Das muss man aushalten. Wenn man eine Reihe veröffentlicht, hat man seinen Lesern gegenüber eine Verantwortung. Man kann nicht einfach sagen: „Wir machen Schluss nach dem zweiten Buch. Ich hab’ keine Lust mehr.“ Dann hätte man gar nicht anfangen dürfen. Man muss als Autor ein Versprechen erfüllen. Es hat mich tatsächlich einiges an Überwindung gekostet mich darauf einzulassen, denn ich weiß, dass ich noch mindestens zwei Jahre mit ÖDLAND beschäftigt sein werde. Aber es gibt schlimmere Dinge, als vor dem Einschlafen an Mega zu denken.

CW:Wie ist es für Dich als Autor, Deine Charaktere und Deine Geschichte mir als Illustrator in die Hände zu geben?
CZ: Heikel. *lacht*
Nein, im Ernst, eine sensible Angelegenheit. Man hat seine Vorstellung und wenn die Arbeit des Illustrators nicht der Vorstellung entspricht, kann das natürlich zu Missverständnissen führen. Aber wenn man früh genug mit der Planung beginnt, so wie wir das gemacht haben und sich Illustrator und Autor mit Skizzen, Beschreibungen und Fotos gemeinsam der Figur nähern, dann wird sie zu einem Gemeinschaftswerk. Mit dem Cover des ersten Buchs hat das hervorragend geklappt und deshalb bin mit dem Ergebnis auch 100%ig zufrieden. Es ist am Ende ein Frage des Vertrauens. Im Laufe der Arbeit am ersten Cover habe ich gelernt, dass ich Dir vertrauen kann und für das Cover des zweiten Buches habe ich mich dann auch stärker auf Dich verlassen und wurde nicht enttäuscht. Man muss als Autor lernen loszulassen. Das macht man nicht so gern, aber bei Dir ist jede Figur in guten Händen.

CW:Was ist Deiner Meinung nach das Besondere an Ödland?
CZ: Ich denke das Besondere an ÖDLAND ist der schmerzhafte Realismus, der die Figuren immer wieder vor Entscheidungen stellt, in denen sie ihre Überzeugungen und Wertvorstellungen über den Haufen werfen müssen, um am Leben zu bleiben. Darin geht ÖDLAND weiter, als andere Endzeit-Romane. Außerdem haben wir zwei unterschiedliche Perspektiven. Das war mir wichtig. Wir folgen nicht nur der Heldin, sind auf ihrer Seite, fiebern mit ihr mit, wollen, dass ihr Aktionen gelingen, dass sie heil davon kommt und nicht aufgibt. In ÖDLAND sehen wir auch die Schwierigkeiten, die der Antagonist Hagen hat und zwar nicht neutral, von außen, sondern durch seine Augen. Diese Perspektive ist gewagt, aber ich wollte sie unbedingt haben, denn erst durch sie wird der Blick auf das ÖDLAND vollständig. Wir teilen seine Probleme, sehen wie er ebenfalls zu überleben versucht. Dadurch fällt es uns als Leser nicht mehr so einfach ihn zu verabscheuen, ihn als Bestie abzustempeln. Was er tut ist widerwärtig und trotzdem können wir es – bis zu einem gewissen Grad – nachvollziehen. In ÖDLAND bekommt das Böse ein Gesicht, wird erschreckend menschlich und wir lernen, dass es im ÖDLAND so etwas wie Gut und Böse eigentlich nicht mehr gibt. Es gibt nur noch Überlebende.

CW:Hat Dir an der Arbeit zu ÖDLAND etwas besonders viel Spaß bereitet?
CZ: Ein schöner Moment war natürlich, als die ersten Menschen positive Kritiken bei amazon hinterließen. Man fühlt, da ist jemand, der deine Liebe teilt, der die gleichen Dinge mag, die du auch magst. Das ist seltsam und wunderbar zugleich.

CW:Gab es in den letzten Jahren ein Projekt oder einen Vorfall der Dir noch lange in Erinnerung bleiben wird?
CZ: Gerade erst habe ich mit einem Stoff an einem Screenpitch-Wettbewerb für das Kinderfilmfest LUCAS teilgenommen und bin in die TOP TEN gewählt worden. Das war aufregend, weil ich mich persönlich vor die Kamera setzen und den Stoff vorstellen musste. Das ist normalerweise etwas, was Autoren nicht so mögen. Ich mach’ da keine Ausnahme. Um so überraschter und erfreute war ich, dass es tatsächlich geklappt hat. Der Pitch wird jetzt auf dem Kinderfilmfest vor Produzenten auf großer Leinwand gezeigt. Vielleicht findet sich sogar jemand, der den Stoff machen möchte. Es geht um ein Pfadfinderabenteuer, in das ich all meine Kindheitserinnerungen eingebaut habe. Ich war 16 Jahre lang Pfadfinder.

CW:Wo kann man Dich demnächst treffen?
CZ: Am 20.09. lese ich in Leipzig im Haus des Buches, Gerichtsweg 28, ab 19:30 Uhr aus dem ersten und aus dem zweiten ÖDLAND Buch. Vielleicht hat der eine oder andere Lust vorbeizukommen. Ich würde mich freuen. Es gibt Poster und Postkarten!

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Wir bedanken uns sehr bei Christoph Zachariae und freuen uns schon auf den zweiten Band von ÖDLAND. (Christoph Zachariae bei facebook)

6. Mai 2013

Falk T. Puschmann und "Der Fluch"



„Als Bestsellerautor Glen Snider in den verschlafenen Ort Port Hardy im Norden Vancouver Islands zieht, will er vor allem vergessen. Doch vor den ruhelosen Geistern der Vergangenheit gibt es kein Entkommen. Ein Ritualmord geschieht und hilflos müssen Glen und Sheriff Kate O’Connor mit ansehen, wie das Grauen um sich greift und eine uralte Wahrheit ans Licht bringt.“

Die düsteren Visionen eines Schriftstellers bewahrheiten sich, kollektiver Massenselbstmord, geheime Experemente, eine Verschwörung und Portale in eine andere Dimension – 2011 brachte uns der Autor und Produzent Falk T. Puschmann mit „Der Fluch – Schatten über Port Hardy“ ein spannendes Hörspielerlebnis und zeigte eindrucksvoll die Stärken des Mediums. Als eine Hommage an X-Files und H. P. Lovecraft fühlt sich der Mysterythriller- und Horrorliebhaber in dem Hörpiel sofort zuhause.

Anfang 2012 erschien der zweite Teil „Treibjagd in den Abgrund, der die Handlung weitgehend abschließt aber auch mit der ersten Episode als zweiteiliger Pilot fungiert. Es sind weitere vier Episoden geplant, mit denen die Geschichte weitergeführt wird und ihr wahres Ende findet.

Um die verbleibenden Episoden produzieren zu können benötigt Falk Puschmann, Kopf des Independent-Hörspiellabels innovative fiction, eure Unterstützung. Über eine Startnext-Aktion könnt ihr mithelfen, das Projekt zu finanzieren und als Dankeschön exklusive Pakete erhalten, wie die Collectors Edition und einen Cameo-Auftritt“ mit der Nennung eures Namens im Hörspiel.




Das Interview
Wir haben uns mit Falk unterhalten und ihn ein wenig ausgefragt.

Colin Winkler, MOMMONO: War das Arbeiten als Autor schon immer ein Traum von Dir?
Falk Puschmann: Schon immer wäre übertrieben. Allerdings gab es eine frühe Phase, in der mein Vater statt mir Gutenacht-Geschichten zu erzählen, jeweils eine Seite von mir auf der Schreibmaschine diktiert bekommen (und grob redigiert) hat. Allerdings darf die Nachwelt aufatmen: Diese Frühwerke haben gottlob nie ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden.

C: Welche Rolle spielen und spielten Hörspiele in Deinem Leben. War das schon immer Dein Ding?
F: Hörspiele sind für mich ein tolles Medium. Gut gemachte Produktionen entführen mich in eine fremde Welt, bei der meine Phantasie die dazu passenden Bilder liefert. Angefangen hat es bei mir - wie bei vielen anderen auch - mit den Dreifragezeichen, die ich heute noch gerne höre. Ansonsten hatte ich aber auch eine lange Phase, in der ich keine Hörspiele gehört habe. Bin dann erst 2004 wieder dazu gekommen bzw. habe 2005 mit den ersten eigenen Produktionen angefangen.

C: Wann hattest Du die Idee zu Der Fluch“?
F: Die Idee zum Fluch“ hatte ich 2008, während eines Kroatien Urlaubs (eine Anspielung dazu findet sich in Folge 1), bzw. während ich an einer anderen Geschichte geschrieben habe (Folge 2 von Another World lag glaube ich gerade an). Ich habe damals die ersten 2, 3 Kapitel der Fluch-Geschichte geschrieben, die später die Vorlage der ersten beiden Episoden vom Fluch wurden damals noch unter dem Arbeitstitel Das Portal“.

C: Wie bist Du zu mir als Illustrator gekommen?
F: Wir beide haben einen ausgezeichneten Videospiel-Geschmack ;) So bin ich auf der Suche nach grafischer Unterstützung für ein Projekt (Earth Defence Squad) beim Durchsuchen von Mass Effect Fanart auf Deine Arbeiten gestoßen und war schwer beeindruckt. Also habe ich einmal vorsichtig angeklopft und der Rest ist Geschichte. Lustigerweise ist das Projekt an dem wir zuerst begonnen haben zu arbeiten immer noch in der Vorbereitung, während wir schon an zwei weiteren Geschichten gearbeitet haben.

C: Du arbeitest an Der Fluch“ gemeinsam mit dem Autor Dane Rahlmeyer. Wie läuft die Zusammenarbeit?
F: Dane war schon bei Episode 1 und 2 ein wichtiger Feedback- und Ideengeber. Als ich dann die Exposés zu Fluch 3 bis 6 angefangen hatte, sich aber schon ein größer werdender Zeitengpass andeutete, war er meine erste Wahl für die Ausformulierung der Skripte ich war also sehr froh, als ich seine Zusage hatte. Er hat auch viele zusätzliche Ideen beigesteuert und die Geschichte und Charaktere runder gemacht. Ich glaube ich mache ihm die Zusammenarbeit nicht ungedingt leicht, da ich gerade beim Konzeptionieren sehr sprunghaft bin. Wir liegen aber auf einer Wellenlänge und ergänzen uns bei der Arbeit sehr gut. Ich freue mich also sehr über die Zusammenarbeit.

C: Wie lange dauert es von der ersten Idee bis zum fertigen Hörspiel? Wie verläuft so eine Produktion?
F: Nachdem wir alle Hörspiele nicht im Hauptberuf machen können, ist das sehr unterschiedlich. Das Skript zu Fluch 1 habe ich in nicht mal 4 Wochen fertig gehabt, am zweiten Teil saß ich 1 Jahr. Die Produktion an sich dauert dann etwa 1 bis 2 Monate für Aufnahmen und Dialogschnitt und ein weiterer Monat für Musik, Sounddesign und Mischung, wobei wir von Produktion zu Produktion schneller werden. Dennis Schuster (Sounddesign) zaubert sagen wir dann immer.

C: Was ist das Besondere an Der Fluch“? Was zeichnet ihn Deiner Meinung nach aus und was macht die Geschichte für Dich so interessant?
F: Als alter Akte X“-Fan wollte ich eine eigene Hommage an das Verschwörungs-Thriller-Genre schreiben. Am Ende sind es aber finde ich vor allem die Charaktere, die doch sehr unterschiedlich auf das Geschehen reagieren. Alle voran Glen Snider, dessen Geschichte Zug um Zug ans Licht kommt und warum er am liebsten weglaufen würde. Kate O'Conner hat gerade in Folge 3 und 6 einige sehr schöne Charakterszenen bekommen (Dank vor allem Dane) und auch Harris hat als offensichtlicher Antagonist einiges mehr zu bieten, als nur ein schnörkelloser Bösewicht zu sein...

C: Worin bestand bei diesem Projekt bisher die größte Herausforderung?
F: Die größte Herausforderung ist klar die Komplexität. Ich bewundere jeden Mystery-Autor, der über viele Folgen Spannung aufrecht erhalten kann, ohne sich völlig mit seinen Handlungsfäden zu verheddern. Ich tüftele ja sehr gern solche Details aus, aber die Geschichte vom Fluch ist bislang mein komplexestes Projekt auch was die Anzahl der Sprecher betrifft. In jeder Folge gibt es über 30 Rollen um die Welt so lebendig wie möglich wirken zu lassen das wird noch eine Herausforderung in der Produktion.

C: Gibt es neben dem Fluch ein Projekt, das Dir besonders am Herzen liegt?
F: Für mich ist jedes Projekt DAS Projekt. Auch ein Grund weswegen ich froh bin, nicht davon Leben zu müssen und mir für jedes Baby Zeit nehmen kann ohne zu großen finanziellen Druck. Neben Earth Defence Squad“ für das ich mir eben noch einiges mehr an Vorbereitungszeit nehme und Another World“, bei dem ich gerade die Schlussepisode schreibe, ist das aktuell aber sicher Narbenhaut“ Ein Projekt bei dem ich nur“ Produzent war, weswegen ich mich aber genau darauf konzentrieren konnte auch wenn es am Ende leider kein kommerzieller Erfolg wurde. Ich hoffe, dass es für Bronn und Sia auf die eine oder andere Art vielleicht doch noch irgendwann weitergehen wird.

C: Du bist für Dein Label oft unterwegs. Wo kann man dich das nächste Mal treffen?
F: Als nächstes sind wir vom 7. bis 8. Juni im Kölner Kulturbunker auf der Hörspiel-Arena, wo ich hoffentlich auch ein paar meiner Kollegen und einen schicken Fluch-Aufsteller dabei haben werde.

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Die erste Episode von Der Fluch“ könnt ihr euch auf innovative fiction sogar kostenlos anhören und hier haben wir noch den offiziellen Trailer.


Demnächst könnt ihr bei uns über die Arbeit an den Illustrationen für die Covergestaltungen und den Trailer zu „Der Fluch“ lesen.

7. März 2013

Cover-Illustrationen für die Kenlyn-Bücher

Nachdem wir euch das erste neue Cover für Dane Rahlmeyers Kenlyn-Chroniken vorgestellt haben, sind nun auch die Covergestaltungen für Band zwei und drei fertig.

Kenlyn-Buchcover
Buchcover „Rückkehr nach Kenlyn“, Illustrator: Colin M. Winkler

Kenlyn-Buchcover
Buchcover „Kampf um Kenlyn“, Illustrator: Colin M. Winkler

16. Februar 2013

Neue Cover für die Kenlyn-Chroniken

Dane Rahlmeyers dreiteilige Science-Fantasy-Saga, die Kenlyn-Chroniken, wird demnächst in überarbeiteter Fassung als eBook erhältlich sein. Der erste Teil, „Drachenschiffe über Kenlyn“, steht kurz vor seiner Fertigstellung und wird in den kommenden Wochen erscheinen. Teil zwei und drei werden dann zeitnah folgen.

Wir freuen uns, für alle drei Bücher neue Cover zu illustrieren und zeigen euch schon einmal
das Cover für „Drachenschiffe über Kenlyn“.



29. Januar 2013

Making of Rick Future


Raumschiffschlachten, fremdartige Wesen und die unendliche Weite des Weltalls - es gibt nichts, das wir an Science Fiction nicht lieben. Deshalb freute es uns besonders, als wir die Chance bekamen, Teile der Space-Opera Rick Future zu gestalten.
Rick Future ist eine kostenlose SciFi-Hörspielserie mit großartigen Sprechern, temporeicher Handlung und großer Fanbase.

Unsere Arbeit an Rick Future begann mit dem Entwerfen der Designs für die vier Hauptfiguren, Rick, EVI, Hubert und Garlyn.
Das Aussehen der Vier war bereits etabliert und sollte sich nur begrenzt ändern, denn die Fans der Reihe hatten ihre Helden bereits 17 Episoden lang kennen und lieben gelernt. Anhand der früheren Charakterzeichnungen und Cover-Illustrationen und in Absprache mit Sven Matthias, dem Erfinder von Rick Future, verfeinerten wir das originale Konzept der Charakterdesigns.

Neben der grundlegenden Designarbeit war es auch wichtig den Typ der Protagonisten zu treffen. Unsere Zeichnungen sollten den Charakter der Vier gut einfangen und auch zu den Stimmen der Sprecher passen.









Er ist die zentrale Figur und Namensgeber der Serie. Er vereint den rastlosen Abenteurer, den cleveren Kämpfer und treuen Kameraden in sich. Seine schwierige Jugend hat aus ihm keinen skrupellosen Verbrecher gemacht, sondern ihn auf die Gefahren, die in den Weiten des Weltalls lauern, gut vorbereitet. Wir versuchten, seinem komplexen Charakter ein Gesicht zu verleihen, das sein Wesen und seine Erfahrung widerspiegelt.

Die Uniform wurde einem gründlichen Redesign unterzogen. Wir übernahmen einen Großteil der Elemente und kreierten eine alltagstaugliche Schutzkleidung. Den Leuchtstein auf Ricks Brust verkleinerten wir und fassten ihn in ein eigenes Rüstungselement aus Metall.







EVI ist kein gewöhnlicher Androide. Trotz ihres synthetischen Körpers aus Metall und Kunststoff besitzt sie ein Bewusstsein, menschliche Emotionen, und ist ein vollwertiges Mitglied der Crew. Ihre liebenswürdigen, menschlichen Aspekte sollten in ihren Gesichtszügen noch deutlicher zur Geltung kommen.

Auch hier übernahmen wir weitgehend das Grundkonzept. Neben vielen zusätzlichen Details gestalteten wir EVIs Körperform etwas zierlicher und athletischer, um ihre Weiblichkeit im Kontrast zu ihrer metallischen Erscheinung zu betonen.








Hubert gehört dem Volk der Golwonen an. Er ist ein erfahrener Kämpfer, ein  talentierter Techniker, und Freund von großen Waffen. Wir passten seine Proportionen an und machten ihn massiger um seine Größe und Stärke hervorzuheben. Seine Kleidung veränderten wir auf die selbe Weise wie bei Rick um den Uniformcharakter beizubehalten.

Seinen Schulterplatten verliehen wir einen organischen Look mit Volutenformen. Hierbei ließen wir uns vom alten Rom inspirieren, da wir glaubten, bereits Anklänge davon in der Gestaltung der Figur zu sehen. Spannenderweise verriet uns Sven im Anschluss daran, dass Huberts Volk tatsächlich aus einer Kultur mit römischen Anleihen stammt.







Galyn ist ein vorlauter und abenteuerlustiger Charakter. Sein Ziehvater war der berüchtigte Weltraumpirat Vago Korrak.

Garlyns Erscheinungsbild entwarfen wir fast völlig neu. Um ihn etwas mehr von Rick zu unterscheiden, gaben wir ihm eine schlankere Gestalt und ein exotisches Aussehen. Seine Kleidung gestalteten wir etwas lockerer und verwegener um seine Herkunft als Raumpirat aufzugreifen.
Während wir uns beim Schmuck von historischen, germanischen Formen inspirieren ließen, nahmen wir mit dem grafischen Muster auf Garlyns Hemd das SciFi-Thema wieder auf.



Nach den Charakter-Konzepten entstand unser Cover für das Staffelfinale: „Die Schattenhelix“.
In diesem Jahr schlägt Rick Future neue Wege ein und neben dem Hörspiel-Prequel „Aszendent Mars“ wird auch eine Romanreihe aus der Feder von Dane Rahlmeyer erscheinen. Für Beide werden wir die Cover illustrieren.

25. Januar 2013

Neues aus dem Rick Future Universum

Seit Dienstag ist die neue Rick Future Website online. Dort könnt ihr die einzelnen Episoden der fantastischen SciFi-Hörspielserie herunterladen und findet alle News rund um Rick Future.

Zeitgleich wurde das Cover des ersten Rick Future Romans vorgestellt. „Garlyn - Das Schattenspiel“ ist der erste Teil der kommenden Schattenraum-Trilogie und spielt direkt nach der Originalserie.
Die Bücher setzen die Geschichte von Garlyn fort. Nachdem er in der letzten Episode in den Besitz der Schattenhelix - dem Schlüssel zum Schattenraum -  gekommen ist, versucht er deren alte Macht zu enträtseln und zu kontrollieren. Auf der Suche nach Antworten und den letzten Überlebenden seines Volkes begibt er sich auf eine gefährlich Reise, die ihn zum geheimnisvollen Planeten Viridis führt.

Der Erscheinungstermin für „Schattenspiel“ soll noch in der ersten Hälfte des Jahres liegen.



Das Cover könnt ihr auch als Hintergrund für euren Desktop herunterladen. Im Download-Paket sind vier Versionen enthalten, jeweils in den Formaten 1920x1200 Pixel und 1600x1200 Pixel.

Dateiformat: RAR, Größe: 13,6 MB

(Die Illustration ist Eigentum von MOMMONO und unterliegt unseren Nutzungsbedingungen.)

15. Januar 2013

Der Mitternachtsdetektiv

Anfang Dezember veröffentlichte Dane Rahlmeyer sein neuestes Buch, „Der Mitternachtsdetektiv“. Die Novelle erzählt von Privatdetektiv Kai Hellmann, dessen Klienten zu seinem Leidwesen Vampire, Geister und Kobolde sind und der sich mit seinem bislang schwierigsten Fall konfrontiert sieht.

Passend zur Geschichte haben wir das Cover am Noir-Stil alter Detektivfilme angelehnt. Die Farbigkeit, die angedeuteten Gebrauchsspuren und die Schriftgestaltung sollen zudem an ein altes Pulp Fiction Heft erinnern.


Der Mitternachtsdetektiv“ ist sowohl als Taschenbuch als auch als eBook erhältlich.

8. Januar 2013

Buchcover - Der Schatz der gläsernen Wächter

Mitte Juli des letzten Jahres veröffentlichte Dane Rahlmeyer seinen neuen Roman „Der Schatz der gläsernen Wächter“. Das Fantasy-Steampunk-Abenteuer beschreibt die spannende Reise der jungen Archäologin Kriss, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt und sich auf die Suche nach der sagenumwobenen Insel Dalahan macht.

Wir übernahmen die Gestaltung des Covers. Als Motiv wählten wir das Luftschiff „Windrose“, mit dem die junge Heldin der Geschichte ihre Reise unternimmt.


Die Coverillustration könnt ihr nun auch als Desktophintergrund herunterladen. Der Hintergrund liegt in den Formaten 1600x1200 Pixel und 1920x1200 Pixel vor und ist im RAR-Format gepackt.

Dateigröße: 8,8 MB

(Die Illustration ist Eigentum von MOMMONO und unterliegt unseren Nutzungsbedingungen.)